Gesundheitsausgaben in Deutschland: Entwicklung, Struktur und Kennzahlen
Übersichtsseite zu den Gesundheitsausgaben in Deutschland: Finanzierung des Gesundheitssystems, Ausgabenentwicklung, Ausgabenstruktur und zentrale Kennzahlen.
Gesundheitsausgaben: aktuelle Kennzahlen
Bitte beachten Sie, dass die Ausgaben für den Bereich „Gesundheitsausgaben“ in diesem Artikel den Mitteln entsprechen, die aus dem Bundeshaushalt an das zuständige Ministerium „Bundesministerium für Gesundheit“ insgesamt bereitgestellt werden. Dies bedeutet, dass die genannten Summen den gesamten Finanzrahmen des Ministeriums abbilden – inklusive aller Programme und Verwaltungskosten, nicht nur einzelner Projekte innerhalb des Bereichs.
Im Jahr 2026 betragen die Ausgaben des Bundeshaushalts für Bundesministerium für Gesundheit 21 Mrd. Euro 1. Dies entspricht etwa 4,15% der gesamten Bundesausgaben.
Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Mittel für erhöht um 12,9%. Diese Veränderung spiegelt die aktuellen Prioritäten der Haushaltspolitik und die wirtschaftliche Lage wider.
Medizinische Ausgaben im Haushalt: Ausgabenstruktur
Die Mittel für den Bereich „Gesundheitsausgaben“ werden auf verschiedene Programme und Unterbereiche verteilt. Die Ausgabenstruktur zeigt, welche Aufgaben am meisten Geld bekommen und welche Schwerpunkte im Bereich gesetzt werden.
In der Tabelle unten sehen Sie die Aufteilung der Ausgaben nach Hauptkategorien. So wird deutlich, welche Programme besonders gefördert werden und wie das Geld innerhalb des Bereichs verteilt ist.
Tabelle 1. Ausgaben des Bundeshaushalts Deutschlands im Jahr 2026
für Bundesministerium für Gesundheit 2
| Art der Ausgabe | Ausgaben in Mio. Euro | In % der Gesamtsumme |
|---|---|---|
| Gesetzliche Krankenversicherung | 16 800,0 | 77,16% |
| Pflegevorsorge und sonstige soziale Sicherung | 3 281,0 | 15,07% |
| Prävention und Gesundheitsverbände | 728,2 | 3,34% |
| Forschungsvorhaben und -einrichtungen | 146,8 | 0,67% |
| Internationales Gesundheitswesen | 114,9 | 0,53% |
| Zentral veranschlagte Verwaltungseinnahmen und -ausgaben | 62,7 | 0,29% |
| Bundesministerium | 168,5 | 0,77% |
| Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung | 21,7 | 0,10% |
| Paul-Ehrlich-Institut | 97,8 | 0,45% |
| Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte | 142,1 | 0,65% |
| Robert Koch-Institut | 210,2 | 0,97% |
| GESAMT: | 21 773,9 | 100,00 |
Entwicklung der Ausgaben nach Jahren
Um die langfristige Entwicklung zu sehen, finden Sie unten die Ausgaben für Bundesministerium für Gesundheit in den letzten 10 Jahren. So kann man erkennen, ob die aktuelle Änderung nur vorübergehend ist oder einen dauerhaften Trend zeigt.
Tabelle 2. Entwicklung der Ausgaben des Bundeshaushalts Deutschlands für Bundesministerium für Gesundheit in den letzten 10 Jahren von 2017 bis 2026 3
| Jahr | Ausgaben in Mrd. Euro | Im Vergleich zum Vorjahr Mrd. Euro und % | Im Vergleich zu 2017 Mrd. Euro und % | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 2017 | 15,2 | - | - | 0,0 | 0,00% |
| 2018 | 15,2 | 0,0 | 0,32% | 0,0 | 0,32% |
| 2019 | 15,3 | 0,1 | 0,65% | 0,1 | 0,96% |
| 2020 | 15,4 | 0,0 | 0,29% | 0,2 | 1,26% |
| 2021 | 35,3 | 19,9 | 129,96% | 20,1 | 132,86% |
| 2022 | 64,4 | 29,1 | 82,32% | 49,2 | 324,54% |
| 2023 | 24,5 | -39,9 | -61,96% | 9,3 | 61,51% |
| 2024 | 16,2 | -8,3 | -33,75% | 1,1 | 7,00% |
| 2025 | 19,3 | 3,1 | 18,88% | 4,1 | 27,20% |
| 2026 | 21,8 | 2,5 | 12,92% | 6,6 | 43,63% |
Gesundheitsausgaben Deutschlands, Analyse, aktuelle Situation
Im Jahr 2026 betragen die Ausgaben des Bundeshaushalts für das Bundesministerium für Gesundheit rund 21 Mrd. Euro. Im Vergleich zu den Höchstwerten während der Pandemie sind die Mittel gesunken, liegen aber immer noch über dem Vorkrisenniveau.
Der größte Teil des Budgets geht in die Unterstützung der gesetzlichen Krankenversicherung, Ausgleichszahlungen an das Gesundheitssystem sowie Programme zur Prävention und Digitalisierung im Gesundheitswesen. Zudem deckt das Budget Verwaltungskosten und die Finanzierung nachgeordneter Einrichtungen ab.
In den letzten Jahren gab es einen starken Anstieg der Ausgaben während der Pandemie – vor allem für Krankenhäuser, Impfungen und zur Deckung von Defiziten im Gesundheitssystem. Nach der Stabilisierung wurden die Mittel wieder gekürzt, aber die strukturellen Kosten bleiben hoch – wegen der älter werdenden Bevölkerung, steigender Gesundheitskosten und notwendiger Modernisierung.
Insgesamt spiegeln die Gesundheitsausgaben den Ausgleich zwischen kurzfristigen Krisenmaßnahmen und langfristigen Aufgaben zur Sicherung des Gesundheitssystems wider.
Erläuterungen zu den Daten
- Gesamtausgaben im Jahr 2026: Die Daten stammen aus der offiziellen Veröffentlichung des Bundeshaushaltsgesetzes im Bundesgesetzblatt (Haushaltsgesetz 2026 – HG 2026)
- Erläuterung zu Tabelle 1: Die Daten stammen aus dem offiziellen Plan des Bundeshaushalts Bundeshaushaltsplan 2026
- Erläuterung zu Tabellen 1 und 2: Die angegebenen Werte sind SOLL-Werte, also geplante Ausgabewerte laut Haushaltsgesetz für das jeweilige Jahr. Sie zeigen die offiziell vorgesehenen Summen – nicht das endgültige Ist-Ergebnis. Falls während des Jahres Änderungen nötig sind, wird ein Nachtragshaushalt, also ein zusätzlicher (korrigierender) Haushalt beschlossen. Mit ihm werden die Beträge an neue wirtschaftliche Bedingungen angepasst. Solche Änderungen sind in den Tabellen bereits berücksichtigt, falls sie beschlossen wurden. Meist unterscheidet sich das tatsächliche Ergebnis am Jahresende nicht stark von diesen aktualisierten Soll-Werten. Daher eignen sich diese Zahlen gut zur Analyse der Haushaltsentwicklung.
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